Donauwalzer

Wie gestern erwähnt, fidelt mein smartes Phone den 3/4 Takt und signalisiert mir mit dem Strauss-Gassenhauer „Donauwalzer“, dass Frau Moser Sehnsucht nach meiner sonoren Stimme verspürt. Vienna calling. Auch für meinen Chef und Direktor der Fischkonservenfabrik Mag. Erwin Pfotenhauer habe ich einen ganz speziellen Klingelton eingerichtet. Wenn mein Handy mit bedrohlichen Mundharmonika-Klängen das Lied vom Tod spielt, ist der Boss am Apparat und das bedeutet für gewöhnlich nichts gutes. Nicht so heute.

„Moser!“ versprühte Pfotenhauer beste Laune, „Sie alter Halunke! Die Schweden haben mich gerade angerufen – die neue Rezeptur für Heringsfilets in Dillsauce schlägt bombig ein, die ersten Umsatzzahlen sind vielversprechend. Sie haben exzellente Arbeit geleistet! Nach dem Meeting mit der schwedischen Geschäftsführung können Sie Ihren Heimflug buchen, Mission erfüllt!“ Selig vor Glück stammelte ich meinen Dank und sah mich schon in den Armen von Ach Heidi durch den Garten unseres Reihenhäuschens tanzen. Natürlich den Donauwalzer, den uns Johann Strauss Sohn anno 1867 als unsterbliches musikalisches Präsent hinterließ.  Bald bin ich daheim, an der schönen blauen Donau. Auf dem Rückflug Stockholm – Vienna International Airport werde ich meine rot-weiß-rote Krawatte tragen, zwei Valium gegen Flugangst griffbereit in meiner schwarzledernen Herrenhandtasche.

 

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3 Kommentare zu “Donauwalzer”

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