Herzensangelegenheit

Mein heutiger Beitrag ist einem ganz besonderen Menschen gewidmet: Meiner geliebten Frau Adelheid, der treuen Leserschaft auch als Heidi und „Ach Heidi“ bekannt. Die Mosers feiern nämlich ein privates Jubiläum, das ich zum Anlass nehme, mich in tiefer Liebe und Dankbarkeit zu verneigen.

Heidi, ich habe einst mit einer brennenden Bratpfanne deinen treuen Dackel Joschi ins Jenseits befördert und ich hätte es dir nicht übel genommen, wenn du mich mit selbiger Pfanne gleich hinterher geschickt hättest. Aber du hast den reuigen Unglückswurm hinter der vermeintlichen Teufelsfratze erkannt, und uns eine Chance gegeben. Dafür danke ich dir. Ich danke auch für deine Geduld, es so viele Jahre mit diesem kauzigen Abteilungsleiter einer Fischkonservenfabrik ausgehalten zu haben. Du erträgst all meine Kapriolen, die abstrusen Einfälle, Missgeschicke und haarsträubenden Geschehnisse mit Gelassenheit, manchmal auch nur mit Wut und Tränen, doch stets mit Liebe zu mir. Du sagst, ich sei schrullig – und wenn ich daran denke, wie ich dich mit einem aufgeklebten Schnurrbart in den Supermarkt begleitet habe, um nicht erkannt zu werden, muss ich dir recht geben. Heidi, du tolerierst all meine Ängste und Phobien, meine seltsamen Angewohnheiten, und selbst wenn ich zwei Kilo selbstgepflückte Eierschwammerl an der Tankstelle vergesse oder dir ein singendes Telegramm mit dem umgetexteten Herzbuben-Hit als Heidilein! ins Haus schicke, ist am Ende nach einem Gläschen Gumpoldskirchner alles wieder gut. Und wenn ich in der Fabrik gegen Direktor Pfotenhauer, den verdächtig unverdächtigen Cerny und den Kaffeeautomaten wie gegen Windmühlen kämpfe, weiß ich dich mental an meiner Seite. Dafür danke ich dir.

Ach Heidi, ich liebe dich für deine kleinen, gelben Post-It-Zettel, ich liebe dich für dein ansteckendes Lachen, für deine magischen Kräfte sofort einen Parkplatz zu finden, und sogar die unüberschaubar lange Liste aller Speisen und Zutaten, die du verweigerst, zaubert mir ein verliebtes Lächeln auf die Lippen. Du bist und bleibst die beste Frau Moser auf diesem Planeten. Möge sich daran niemals etwas ändern. Das wünsche ich uns zum heutigen Jubiläum.

Postskriptum: Ab morgen gehen wir gemeinsam rauchfrei durch unseren chaotischen Alltag. Und auch wenn der Nikotinentzug kurzfristig zu Übellaunigkeit und Zickereien führen sollte: Wir lassen uns davon nicht aus der Bahn werfen. Denn die Mosers gehen gemeinsam durch dick und dünn.

Advertisements

10 Kommentare zu “Herzensangelegenheit”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s