Nebenwirkungen

Würde ich Ihnen, meine werten Damen und Herren, alle möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufzählen, die sich auf den Beipackzetteln der mir verordneten Medikamente finden, müssten Sie sich ernsthafte Sorgen um das Wohlergehen und die Schaffenskraft von Herrn Moser machen. Rezeptpflichtige Antibiotika, kleine Kapseln gegen die darmfeindliche Wirkung der Antibiotika, Schmerzmittel, blutdrucksenkende Medikamente und  Tabletten zur Fiebersenkung bilden derzeit meine täglichen Hauptmahlzeiten, zum Nachtisch gibt es dann noch rezeptfreie Salben, Brausetabletten und allerlei homöopathischen Kram. Meine Tage und Nächte bestehen im Wesentlichen aus Schlafen und Leiden, die restliche Zeit benötige ich, um all die Wunder der Pharmazie zeitgerecht und in der richtigen Dosis einzunehmen. Schon aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht und des Datenschutzes werde ich meine Krankheiten hier nicht beim Namen nennen. Zum Trost darf ich Ihnen aber verraten, dass mein Hausarzt Dr. Wolfi gestern meinte: „Kein Grund zur Panik, Moser. Wir bekommen Sie wieder hin, in zwei Wochen sind Sie ganz der Alte!“

Ich vertraue Dr. Wolfi. Einem anderen Doktor vertraue ich hingegen ganz und gar nicht – dem verdächtig unverdächtigen Dr. Cerny. Was wird mich erwarten, wenn ich nach meiner krankheitsbedingten Abwesenheit in die Fischkonservenfabrik zurückkehre? Wird Cerny versuchen, das Abteilungsruder an sich zu reißen? Wird er mit Direktor Pfotenhauer Arm in Arm über den Gang schlendern und frischen Cappuccino aus dem Automaten schlürfen? Die gefährlichste Nebenwirkung meiner Medikamente heißt nicht Übelkeit, Schwindel oder Verstopfung – sondern Cerny.

Und wenn ich dieser Tage meinen Blog nicht ganz so regelmäßig wie gewohnt pflege, üben Sie Nachsicht. Aber ich brauche die Pflege fast noch dringender als der Blog. Außerdem verbietet mir ein gewisses Schmerzmittel das Bedienen schwerer Maschinen – und da mein alter Stand-PC gefühlte 25 kg wiegt, bediene ich ihn momentan nur im Ausnahmefall.

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17 Kommentare zu “Nebenwirkungen”

      1. Man ja so seine Bauchgefühle warum auch immer noch, manchmal ist es ein entfernter Onkel, der in Form einer Mr. Cerny wieder auftaucht, manchmal hat man Recht und es ist gut aufmerksam zu bleiben und zu sein! Möge es ein Irrtum sein …

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  1. Auch wenn wir hier im Dschungel nix anfangen mit Euren ‚Tabletten‘, ‚Salben‘ und ‚Leiden‘ schließe ich mich mit meinen Besserungswünschen verwirrt – wir würden einfach mal anders leben! – aber aus ganzem Herzen an! 😉

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