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Bekanntmachung

Freunde, Leser, Mitbürger! Liebe Moser-Fans und Innen!

Versammelt euch, schweiget still und lauschet, denn ich habe euch Wichtiges und Bedeutsames zu verkünden: Herr Moser, dessen Vornamen wir nun nie erfahren werden, ist nach langen schweren Überlegungen von uns gegangen. Er starb blitzschnell und unter minimalen Schmerzen einen schwungvollen Herztod, was mit Sicherheit erfreulicher ist, als ein gemeines, schleichendes Krebsleiden. Es ist auch wesentlich ästhetischer, als nach einem Zusammenstoß mit einem rumänischen Kleinlaster mit zertrümmertem Schädel nicht mehr zu erwachen. Kurz und gut: Herr Moser ist nicht mehr, Friede seiner braven Nichtraucher-Asche. Wem dieser Umstand zu traurig ist, der schicke den agilen Abteilungsleiter in den wohlverdienten Ruhestand, schließe die Fischkonservenfabrik und verkaufe das gemütliche Reihenhäuschen mit gepflegtem Kleingarten an den Meistbietenden. It´s all over now, baby blue.

All jenen, die sich nun verwirrt den Kopf kratzen und „Huch! Wie? Moser! Was geht mit dir?“ stammeln, sei ein Blick in die Rubrik „Über diesen Blog“ empfohlen. Dort steht, seit der pfiffige Herr Moser im Juni 2016 unter WordPress-Wehen das Licht der Bloggerwelt erblickte, der nicht unwesentliche Satz: Dieser Kunstfigur wird vom Wiener Journalisten und Autor Gerry Weichselbaum Leben eingehaucht. Heißt im Klartext: Es gibt keinen Abteilungsleiter Moser, keine Fischkonservenfabrik, keinen Pfotenhauer, Cerny und keine ukrainische Putzperle Editha, und jetzt müsst ihr stark sein: Es gibt auch keine Ehefrau namens Heidi. Es entspringt alles der Fantasie eines Wiener Schreiberlings. Und wer sich niemals Gedanken über obigen Hinweis gemacht hat, den frage ich: Warum sollte man in der Bundeshauptstadt eines knochentrockenen Binnenlandes, hunderte bis tausende Kilometer vom nächsten Meeresstrand entfernt, eine fischverarbeitende Manufaktur erbauen?? Hä? Warum? Würde es Sinn machen, Tonnen toter Heringe per Schiene oder LKW durch halb Europa zu transportieren, nur damit wir ihnen hier den Kopf abhacken und sie in Konservenbüchsen quetschen? Nein. Das war mein Wink mit dem Zaunpfahl, dass man dieses Weblog nicht zu ernst nehmen sollte.

Liebe Amazon-prime-hörige Work-Life-Balancer, liebe Food-Pornografen und Vögel-Fotografen, werte Etüden-Schreiber und Bücher-Poster, nimmermüde Lebensweisheiten-Abschreiber und verrückte Kreativlinge! Viele meiner Geschichten und Beiträge waren frei erfunden, in manchen steckte ein Körnchen Wahrheit, waren aber maßlos übertrieben, und einige Geschichten haben sich tatsächlich wie erzählt zugetragen. Ebenso wie einige Figuren meines Personals 1:1 dem real life entrissen sind, andere wiederum ein reines Fantasieprodukt sind. Diese schockierende Beichte lege ich ab, weil die alltäglichen und skurrilen Geschichten aus dem Leben eines Abteilungsleiters einer Fischkonservenfabrik auserzählt sind. Alles, was jetzt noch käme, wäre ein müder Abklatsch, ein aufgewärmter Fischeintopf. Meine braven und treuen Leser haben aber Frisches, Spritziges, Neues verdient!!

Nach der schweren Entscheidung, Herrn Moser zu Grabe zu tragen, werde ich daher in nächster Zeit an Ideen und Konzepten für einen neuen Blog tüfteln, um mich irgendwann in ein paar Wochen oder Monaten wie Phönix aus der Asche des Reihenhauses zu erheben und meine treue Gefolgschaft mit witzigen Abenteuern aus ganz anderen Sphären zu  versorgen.

Wenn es soweit ist, wird es an dieser Stelle einen Hinweis und Link auf meinen neuen Blog geben – in der Hoffnung, dass mir viele Moser-Fans in das neue Kapitel meiner schreiberischen Tätigkeit folgen mögen. Bis dahin danke ich ganz herzlich und innig für eure Treue und eure wohlwollenden Kommentare, welche die 2,5 Jahre meines Daseins als Herr Moser beflügelten. Bussi!

Gerry Weichselbaum,

Autor und geistiger Vater von Herrn Moser

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